Wende in allerletzter Sekunde – Schwabsberg im "Final Four"

AxelIm Viertelfinale des DKBC-Pokals siegte der KC Schwabsberg nach einer dramatischen Aufholjagd noch überaus glücklich mit 5 : 3 und 3502 : 3498 Kegeln gegen den ESV Ravensburg. Mit diesem hart erstrittenen Last-Minute-Sieg haben  Schwabsbergs Kegler das erste wichtige Saisonziel, den Einzug ins DKBC- Pokalendrundenturnier, erreicht.

Auch die dritte Neuauflage des Württembergderbys in diesem Jahr hielt was es versprach. Dramaturgische Höhepunkte des Pokalkrimis waren ein starker Beginn, nach dem für die Hausherren bereits alles gelaufen schien, ein aussichtloser Rückstand, die nahezu unvermeidliche Niederlage vor Augen, nach einem Riesenspiel des Ravensburger Mittelpaares. Am Ende dann doch noch das nicht mehr erwartete Happy End für die Rainauer.  Wie schon in der Vorwoche gegen den Deutschen Meister Zerbst, erlebten die  Zuschauer mitreißenden Kegelsport, durchlitten mit ihren Mannschaften aber auch alle Höhen und Tiefen.

Trefflicher als es Schwabsbergs Teamchef Rudolf Maier in seiner Analyse ausdrückte, war der Spielverlauf wohl kaum zu umschreiben: „Ein echter Pokalklassiker der zwar nicht ganz die erhoffte spielerische Klasse, dafür  aber eine ganz eigene Dramaturgie und natürlich für uns einen sehr glücklichen Ausgang hatte. Ravensburg hatte gegen uns nichts zu verlieren“, so Maier. „Die konnten heute eigentlich nur gewinnen und beinahe hätten sie uns erneut eine lange Nase gedreht. Wie das Mittelpaar der ESV‘ler, zu einem Zeitpunkt, wo uns eigentlich jeder schon eindeutig auf der Siegerstraße wähnte, das Spiel nochmals gedreht hat, das war schon beeindruckend. Ich bin natürlich heilfroh, dass wir dieses Spiel am Ende dann doch noch nach Hause bringen konnten. Ravensburg wurde heute für seine tolle Leistung nicht belohnt“.

Ein richtiges Hammerspiel sollte es werden, sein 300. Spiel auf nationaler Ebene, das der leitende Schiedsrichter Heinz Pohl, Essingen, am Samstagnachmittag pünktlich freigab. Ein würdiger Rahmen für dieses ungewöhnliche Jubiläum. Die Rutenstädter suchten von Beginn an mit ihren  spielstärksten Akteuren, Darko Lotina (580 Kegel) und Reiner Buschow (607 Kegel), in der Startpaarung, den offenen Schlagabtausch. Dafür, dass ihre Rechnung am Ende dann doch nicht aufging sorgten Sven Frenzel (601 Kegel) und Alexander Stephan (611Kegel) auf Seiten des KC Schwabsberg.

Mit einem sehr starken Auftritt und vor allem aufgrund seines präzisen Räumspiels konnte sich Schwabsbergs Mann für Sonderaufgaben, Sven Frenzel, mit 4 : 0 Gewinnsätzen gegen Darko Lotina durchsetzen. Sein Doppelpartner Alexander Stephan zeigte sich gegen Ravensburgs Ausnahmekegler Reiner Buschow von seiner absolut besten Seite. Die Beiden lieferten sich ein tolles Kopf an Kopf Rennen über die gesamte Wurfdistanz. Bei Satzgleichstand hatte am Ende der Rieser, der zunehmend seine alte Spritzigkeit wiedererlangt, mit der besseren Gesamtholzzahl die Nasenspitze vorn.   

Spielstand: 2 : 0 Mannschaftspunkte bei 1212 : 1187 Kegeln für den KC Schwabsberg

Für die Gastgeber ging es jetzt eigentlich nur noch um die Höhe des Sieges, dachte man. Aber der ESV hatte sein Pulver wider erwarten noch nicht verschossen. Denn Markus Baumgartner (599 Kegel) und Andreas Steinke (594 Kegel) heizten Denis Annasensl (549 Kegel), der in keiner Phase des Spiels so richtig zu überzeugen wusste und Fabian Seitz (579 Kegel) gewaltig ein. 0: 2 Mannschaftspunkte, 0 : 8 Satzpunkte und ein Rückstand von 40 Kegel die fatale Bilanz des Mittelpaares für die Hausherren. Die Gäste allerdings schöpften neuen Mut. Hatten sie doch das schier unmögliche zu Stande gebracht und die Begegnung gekippt.

Spielstand: 2 : 2 Mannschaftspunkte bei 2340 : 2380 Kegeln für den ESV Ravensburg.

Im Schlussdrittel wollte zunächst keine richtige Stimmung aufkommen. Tommy Schweier und Olaf Koberwitz mühten sich zwar redlich, konnten aber gegen Zdravko Lotina (554 Kegel) und ‚Herby‘ Fässler keine Feldvorteile herausarbeiten, die Anlass zur Hoffnung gegeben hätten. Ganz im Gegenteil bis zu letzten Bahn wuchs der Rückstand sogar noch auf 56 Kegel an. Und dann platzte plötzlich der Knoten und bei Schwabsberg, das eine furiose Aufholjagd startete ging alles, während die Gäste zunehmend wie paralysiert wirkten.

Tommy Schweier verlor gänzlich eigenverschuldet mit der deutlich besseren Gesamtholzzahl von 572 Kegel seinen Mannschaftspunkt an Zdravko Lotina, konnte aber wichtige Kegel aufholen. Und dann waren es vier Wurf die die Entscheidung brachten. Zunächst waren alle Augen auf den Ravensburger Fässler (564 Kegel) gerichtet, der mit seinem allerletzten Wurf auf das volle Bild eine drei auf die Mitte erzielte.  Nun ruhte die gesamte Verantwortung auf Schwabsbergs Kapitän Olaf Koberwitz und der machte seine Sache brillant. Nervenstark bereinigte er zunächst ein anspruchsvolles Bild und legte dann eine acht nach. Der letzte Wurf war dann nur noch Formsache. Schwabsberg hatte gewonnen. 

Endstand:  5 : 3 Gesamtpunkte bei 3502 : 3498 Kegeln für den KC Schwabsberg.

Mannschaftskapitän Olaf Koberwitz: „Es ist nicht zu leugnen, dass Fortuna heute das Rad für uns gedreht hat. Andererseits steckt aber auch eine enorme Qualität in der Mannschaft. Qualität, die sich darin zeigt, dass wir, wenn sich unverhofft eine Möglichkeit auftut, diese auch eiskalt zu nutzen wissen. Das zeichnet eine Spitzenmannschaft eben aus. So groß meine Freude über unseren Einzug ins ‚Final Four‘ ist, als ehemaliger Ravensburger tut es mir natürlich schon auch ein bisschen um meine früheren Mannschaftskameraden leid. Es ist bitter, wenn man trotz gutem Spiel am Ende mit leeren Händen dasteht“.   

 

 

 

KC Schwabsberg

5

 

:

 

 

3

ESV Ravensburg

 

Kegel

SP

MaP

MaP

SP

Kegel

 

Sven Frenzel

601

4

1

 

1

580

Darko Lotina

Alexander Stephan

611

2

1

 

2,5

607

Reiner Buschow

Denis Annasensl

549

0

 

1

3,5

599

Markus Baumgartner

Fabian Seitz

579

0

 

1

1

594

Andreas Steinke

Thomas Schweier

572

1,5

 

1

2

554

Zdravko Lotina

Olaf Koberwitz

590

2

1

 

3

564

Herbert Fässler

 

3502

9,5

 

2,0

14,5

3498

 

 

Im Viertelfinale des DKBC-Pokals geht es erneut gegen den Lokalrivalen ESV Ravensburg

KugelaufnahmeTrefflicher hätte es Fortuna wohl kaum einrichten können, als sie bei der Auslosung des Viertelfinales im DKBC-Pokal den beiden Vertreter Württembergs in Deutschlands höchster Kegelklasse erneut ein Derby bescherte. Eines steht damit  auf alle Fälle schon einmal fest: Zumindest eine Mannschaft aus dem Ländle wird ins „Final-Four“, die Runde der besten Vier, einziehen. Die Finalbegegnungen zur Ermittlung des Deutschen Pokalsiegers werden am 14. und 15. April in Bad Langensalza/Thüringen ausgetragen. Zentrale Frage vor dem dritten Aufeinandertreffen der beiden Lokalrivalen ist: Lässt sich Schwabsberg von den Oberschwaben erneut die Butter vom Brot nehmen? Zum Abschluss der vergangenen Saison haben die Rainauer im allerletzten Spiel noch ihren  beinahe schon sicher geglaubten dritten Tabellenplatz an die Rutenstädter verspielt.

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Zerbst in Schwabsberg am Rande einer Niederlage

Trainer unter sich

Das Spitzenspiel der 1. Kegler-Bundesliga zwischen dem KC Schwabsberg und dem amtierenden Deutschen Meister SKV Rot-Weiss Zerbst hielt was es versprach. Zwei absolut gleichwertige Mannschaften, fantastischer Kegelsport, Hochspannung bis zur vorletzten Kugel und fast eine Riesensensation. Kurzum Unterhaltung der Extraklasse!
Erstmals im Verlauf der Spielsaison befand sich der Deutsche Meister im Ligaspielbetrieb haarscharf am Rande einer Niederlage. Der Riese Zerbst wankte beim 3 : 5 gegen Schwabsbergs Fohlenmannschaft bedrohlich, aber am Ende fiel er dann doch nicht. Ganze zwei Kegel waren es, die den Ausschlag gaben und den Sachsen-Anhaltinern einen überaus glücklichen Sieg bescherten.  Die Zuschauer auf den nahezu bis auf den letzten Platz gefüllten KC-Bahnen, darunter reichlich Kegelprominenz, bekamen Kegelsport der Superlative zu sehen.

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RW Zerbst ist die Kür – die Pflicht kommt danach

Spitzenspiel

Der amtierende Deutsche Meister und bislang noch ungeschlagene Tabellenführer der 1. Kegler-Bundesliga, der SKV Rot-Weiss Zerbst, eröffnet am kommenden Samstag um 14.00 Uhr, den Reigen der Spitzenspiele. Schon eine Woche später trifft das Maier-Team zuhause im Pokal auf den ESV Ravensburg. Anschließend müssen mit Blau-Weiß Peiting, dem härtesten Verfolger der Rainauer und der Tabellenzweite SKC Victoria Bamberg noch zwei weitere Spitzenmannschaften auf der Ostalb antreten. Also in den kommenden Wochen ein mit Highlights der Extraklasse nur so gespickter Terminkalender, den die Erstligakegler des KC Schwabsberg zum Saisonfinale hin noch abzuarbeiten haben.

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Schwabsberg siegt mit dem jüngsten Bundesligateam aller Zeiten

Sven in AktionMit dem jüngsten Bundesligateam aller Zeiten, Durchschnittsalter 24 Jahre, trat der KC Schwabsberg zum Auswärtsspiel beim ESV Schweinfurt an und gewann. Der Tabellenletzte aus Unterfranken erwies sich als der erwartet schwere Gegner. Schwabsberg, das die Partie taktisch geschickt anging siegte am Ende völlig verdient aufgrund einer insgesamt geschlossenen Mannschaftsleistung und eines spielerisch herausragenden Fabian Seitz. Der erzielte mit 627 Kegeln die Tagesbestleistung aller Akteure. Die Zuschauer im Schweinfurter ESV-Heim erlebten eine kurzweilige und überaus spannende Bundesligabegegnung zwischen zwei nahezu gleichwertigen Mannschaften. Der Spielverlauf indes war deutlich nervenzehrender, als es das letztlich klare 6 : 2 Endergebnis erahnen lässt.

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5 3
Ergebnisse/Tabellen  

 

Tabelle

Platz Team Punkte
1 SKV Rot Weiß Zerbst 28
2 SKC Victoria Bamberg 26
3 KC Schwabsberg 19
4 SKC Blau Weiß Peiting  18
5 SKK FEB Amberg 12
6  SKC Bavaria Karlstadt 12
7 1. SKK Viktoria Fürth 9
8 Fortuna AF Hirschau 8
9 ESV Ravensburg 7
10 ESV Schweinfurt 1