| Weltmeisterschaft U23 | |||
| 23. Mai 2012 | |||
| in Bautzen | |||
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mit Timo Hehl, Denis Annasensl und Fabian Seitz |
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| mehr dazu unter www.u23wm.de | |||
Am vergangenen Samstag anlässlich der Neuauflage des überaus dramatisch verlaufenen WM-Halbfinales von 2010, Ungarn : Deutschland, kam der Schwabsberger Sven Frenzel in Budapest zu seinem Länderspieldebüt in der A-Nationalmannschaft der Herren.
Nachdem einige arrivierte Akteure der Nationalmannschaft den Rücken gekehrt haben sieht sich Deutschlands Cheftrainer Rainer Aulbach mit der nicht ganz einfachen Aufgabe konfrontiert, eines der weltbesten Keglerteams von Grund auf neu aufzustellen. Damit eröffnet sich für einige junge Spieler, die bereits in den Startlöchern standen, die Chance in den kommenden zwei Jahren, in den Kreis der Etablierten vorzustoßen.
Seine Ankündigung, „Wir machen einen totalen Neuaufbau mit jungen Spielerinnen und Spielern, da wir bis zur nächsten Mannschafts-WM 2013 die nötige Zeit haben “, setzte der Cheftrainer der Deutschen Keglernationalmannschaft gleich in die Tat um, als er im Aufgebot für das Länderspiel gegen Ungarn mit Christian Helmerich (Rot-Weiß Zerbst), Thorsten Gutschalk (Nibelungen Lorsch), Markus Wingerter (KSV Kuhardt), Sven Frenzel (KC Schwabsberg), Denis Annasensl (EKC Lonsee), Daniel Aubelj (VKC Eppelheim), Sven Völkl (Olympia Mörfelden) und Manuel Weiß (Alemannen München) gleich reihenweise neue Gesichter präsentierte.
Für den Schwabsberger Frontmann Sven Frenzel blieb es nicht nur bei der Nominierung. Der zuverlässige Startspieler vom Erstligisten KC Schwabsberg und Mann für besondere Aufgaben kam auch gleich zu seinem ersten Länderspieleinsatz. Zusammen mit Manuel Weiss und Daniel Aubelj wurde er im Starttrio gegen den Ungarn Zsombor Zapletán gesetzt.
„Der Manuel Weiss (602 Kegel) hat gegen Sándor Farkas (599 Kegel) ein starkes Spiel gemacht und einen Mannschaftspunkt geholt, während sich der Daniel Aubelj (570 Kegel) nicht gegen den starken Tamás Kiss (621 Kegel) durchsetzen konnte.
Beinahe wäre es mir trotz des insgesamt schlechteren Gesamtergebnisses von 572 Kegeln gelungen meinem Gegner (606 Kegel) den Mannschaftspunkt abzuluchsen. Durch einen starken Lauf im letzten Räumen sicherte sich der Zsombor Zapletán letzten Endes dann doch noch verdient den Punkt,“ so der Kommentar des Jungnationalspielers.
Christian Helmerich (580 Kegel) der gegen Claudiu Boanta (618 Kegel) keinen Satzgewinn erzielen konnte, wurde unter Wert geschlagen. Einen sensationellen Lauf hatte der Langenauer Denis Anasensl der mit 646 Kegeln Tagesbestleistung erzielte und dabei seinem Gegenspieler Péter Botházy (580 Kegel) nicht die Spur einer Chance ließ.
Chancenlos war auch Torsten Gutschalk (585 Kegel), der gegen Csongor Németh die ersten beiden Sätze klar gewinnen konnte, sich dann aber in den beiden Schlusssätzen (178 u. 164 Kegel) dem furios auftrumpfenden Ungarn (641 Kegel) doch noch beugen musste.
Endstand: 6 : 2 Gesamtpunkte bei 3665 : 3555 Kegeln für Ungarn.
„Vom Gesamteindruck her war das schon ein tolles Erlebnis und irgendwie unheimlich spannend, wenn man zum ersten Mal bei den ganz großen mit dabei ist,“ so der Schwabsberger nach seinem ersten Länderspieleinsatz.
„Am Freitag hatten wir in Regensburg Gelegenheit uns etwas zu beschnuppern. Wir haben dort auch noch eine Trainingseinheit absolviert, bevor wir nach Budapest angereist sind. Freitagabend gab es noch eine Teambesprechung und dann ging es am Samstagvormittag auch schon in die Vollen.
Gespielt wurde über sechs Bahnen. Zum Auftakt waren unsere Frauen dran. Die haben sich mit den Ungarinnen ein Riesenspiel geliefert. Am Ende hatten beide Teams je 3 : 3 Mannschaftspunkte auf der Habenseite. Weil jedoch die Ungarinnen mit 3358 : 3355 Kegeln das bessere Gesamtergebnis erzielt hatten gewannen sie denkbar knapp mit 5 : 3“.
Positives Fazit des Jungnationalspielers: „Vom Spielverlauf her war es wie auch in der Bundesliga absolut spannend, obwohl sich die favorisierten Ungarn am Ende dann doch deutlich mit 6 : 2 durchsetzen konnten.
Trotz, des Umstandes, dass ich selbst nicht so richtig in Fahrt gekommen bin, hat mir der Länderspieleinsatz viel gebracht. Allein die internationale Erfahrung bringt einen schon weiter und wenn es nur zur der Erkenntnis ist, dass es, um mit den absoluten Spitzenspielern mithalten zu können, noch einiger Anstrengung bedarf.