| Weltmeisterschaft U23 | |||
| 23. Mai 2012 | |||
| in Bautzen | |||
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mit Timo Hehl, Denis Annasensl und Fabian Seitz |
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| mehr dazu unter www.u23wm.de | |||
Zwei tolle Auftritte, spielerisch weitestgehend überzeugend, das ist die Bilanz des KC Schwabsberg beim DKBC-Pokalfinale 2011 in Eppelheim. Nach Niederlagen im Halbfinale gegen den amtierenden Deutschen Meister Rot-Weiß Zerbst und einer packenden Begegnung im kleinen Finale gegen Olympia Mörfelden blieb am Ende leider nur der „undankbare“ vierte Platz.
„Mit der Leistung meiner Mannschaft bin hoch zufrieden auch wenn uns letzten Endes der Sprung aufs Treppchen nicht geglückt ist“, so das Resümee von Schwabsbergs Teamchef Rudolf Maier. „Für die Mannschaft, den Trainer und die Betreuer war das DKBC-Pokalfinale ein ganz besonderer Härtetest: zwei Spiele in zwei Tagen und das gegen die besten Teams Deutschlands. Dennoch haben wir uns sowohl gegen den Deutschem Meister Rot-Weiß Zerbst als den Meister der 200’er Liga Olympia Mörfelden mehr als nur achtbar geschlagen.
Das Deutsche Pokalfinale 2011 war sicherlich ein Ereignis, das wir nicht so schnell vergessen werden. Tolle Finalbegegnungen mit erstklassigem Kegelsport und eine wirklich grandiose Stimmung in der vollbesetzten Kegelarena in der Ettlinger Huttenkreuzstraße. Finals, die man zumindest bei den Herren, nicht spannender hätte inszenieren können.“
Mit dem SKV RW Zerbst bescherte Fortuna Schwabsberg bereits im Halbfinale die denkbar schwierigste Aufgabe.
In der zweiten Begegnung standen sich die Mannschaften vom SKC Viktoria Bamberg und Olympia Mörfelden gegenüber.
Die Rainauer versteckten sich gegen die Übermannschaft aus Zerbst keineswegs und beinahe wäre Alexander Stephan und Co. eine Riesenüberraschung geglückt. Im Schlusspaar konnte der Zerbster Christian Helmerich nur mit einer enormen Energieleistung gegen Andreas Eberhard um Haaresbreite verhindern, dass die Ostälbler nach Mannschaftspunkten mit dem Deutschen Meister gleichzogen.
Gewarnt durch seine jüngste Niederlage ging Jürgen Zeitler (599 Kegel) gegen Sven Frenzel (5568 Kegel) im ersten Satz sehr konzentriert zu Werke. Dann aber witterte der Schwabsberger plötzlich Morgenluft und setzte seinem Kontrahenten arg zu. Am Ende gewann der routinierte Zerbster dann doch noch absolut verdient.
Nicht ganz so gut machte es sein Mannschaftskamerad Axel Schondelmaier (592 Kegel), der sich nach packendem Spiel, bei jeweils 2 : 2 Gewinnsätzen, dem Schwabsberger Alexander Stephan (600 Kegel) geschlagen geben musste.
Im Mittelpaar gab es für Raik Walter (550 Kegel) gegen Timo Hofmann (610 Kegel) und Roland Chioditti (251 Kegel), der nach zwei Sätzen durch Christian Winter (288 Kegel) ersetzt wurde, gegen Torsten Reiser (592 Kegel) nichts zu erben.
Packende Duelle lieferten sich im Schlusspaar Andreas Eberhard (582 Kegel) gegen Thomas Schneider (273 Kegel) und Christian Helmerich (315 Kegel). Nur dank einer grandiosen Energieleistung sicherte sich der Zerbster Einwechselspieler noch den beinahe schon verloren geglaubten Mannschaftspunkt gegen den phasenweise wie entfesselt aufspielenden Rieser in Diensten der Rainauer.
Etwas besser machte es da schon Schwabsbergs Jens Weinmann (572 Kegel), der sich nach einer wahren Nervenschlacht erfolgreich gegen Oliver Scholler (561 Kegel) durchsetzen konnte.
Endstand: 6 : 2 Gesamtpunkte bei 3542 : 3411 Kegeln (15 : 9 Gewinnsätze) für den SKV RW Zerbst.
Das zweite Halbfinale endete mit einem Erfolg von Vizemeister SKC Viktoria Bamberg gegen Olympia Mörfelden (8 : 0 Punkte, 3553 : 3477 Kegel und 17 : 7 Sätze).
Vom „kleinen“ Finale dem Spiel gegen die Mannschaft von Olympia Mörfelden hatte sich der zahlreiche Schwabsberger Anhang einiges erhofft.
Die Begegnung gegen die Hessen begann auch recht vielversprechend, als Sven Frenzel (606 Kegel), der gegen Heiko Held (574 Kegel) in den ersten beiden Sätzen sage und schreibe 335 (165-93-72/170-100-70) Kegel auf die Bahn zauberte und Alexander Stephan (602 Kegel) gegen Sven Völkl (587 Kegel) beide Mannschaftspunkte für Schwabsberg sichern konnten.
Das Schwabsberger Mittelpaar, Raik Walter (543 Kegel) und Jens Weinmann (580 Kegel) teilte sich die Punkte brüderlich mit den Mörfeldenern Pascal Jestädt (618 Kegel) und Jürgen Fleischer (539 Kegel).
Damit führten die Ostälbler zwar noch mit 3 : 1 Mannschaftspunkten, der komfortable Vorsprung in der Gesamtkegelzahl allerdings war dahin geschmolzen wie Butter in der Sonne.
An Dramatik nicht zu überbieten war die Schlusspaarung. Dort hatte der Mörfeldener Stefan Beck (628 Kegel)seinen großen Auftritt. Er spielte einen Handneuner um den anderen. Christian Winter, der für Roland Chioditti in die Mannschaft gekommen war ließ sich durch dieses keglerische Feuerwerk das sein Gegenspieler da abbrannte absolut nicht beeindrucken. Er spielte frech mit und erzielte am Ende ansprechende 572 Kegel.
Zu Gunsten der Mörfeldener wurde die Partie entschieden, als Holger Liebold (575 Kegel) mit einem genialen letzten Wurf, einem Handneuner, Andreas Eberhardt (573 Kegel) noch den hart umkämpften letzten Satz mit 139 : 137 Kegeln abnehmen konnte.
Bei einem Satzgewinn von Andreas Eberhardt hätte das Match 4 : 4 unentschieden geendet und bei jeweils 12 : 12 Gewinnsätzen wäre dann die endgültige Entscheidung über Sieg oder Niederlage durch ein „Sudden Viktory“, gleichzeitig den dramaturgischen Höhepunkt der Partie, herbeigeführt worden.
Endstand: 5 : 3 Gesamtpunkte bei 3521 : 3476 Kegeln und 13 : 11 Gewinnsätzen für den Olympia Mörfelden.
Im anschließend gespielten Finale der Männer konnte sich der SKV Viktoria Bamberg mit 5 : 3 und 3618 : 3584 Kegeln und 12,5 : 11,5 Sätzen gegen den SKV RW Zerbst durchsetzen.
Die Bamberger gewannen damit drei Mal in Folge das Deutsche Pokalfinale.
Pokalsieger der Frauen wurde die Mannschaft des Deutschen Meisters SKC Viktoria Bamberg, die mit 6 : 2 (3262 : 3184 Kegel, 15 : 9 Sätzen) gegen den ESV Pirmasens erfolgreich waren.
Mit diesem Erfolg, dem vierten Pokalgewinn in Folge, toppten die Bambergerinnen sogar noch das Ergebnis der Männer.